Überblick

Motivation

Angenommen, du bist auf einem Segeltörn und gerätst plötzlich in einen Sturm. Die Wellen türmen sich 4-5 Meter hoch, der Wind wird immer stärker und das Boot erreicht plötzlich Rumpfgeschwindigkeit(=Höchstgeschwindigkeit) mit gerefften(=eingerollten) Segel. Grundlegende Manöver sind zu gefährlich. Das Team sitzt in Schutzausrüstung an Deck, angeleint, die Katastrophe erwartend und zu allem Überfluss reißt auch noch die Schutzausrüstung eines Mitseglers. Was würdest du tun? 

Normalerweise muss man sich dieses Frage nicht stellen. Aber einem der Teammitglieder ist genau das passiert. Und so war die Idee geboren: Ein tragbares, kleines Gerät, mit dem jeder Mitsegler im Notfall einzeln einen Notruf absetzen kann.

Die Idee selbst ist nicht neu. Ein jedes gesetzestreu eingerichtete Segelboot dieses Typs hat ein Gerät, welches bei Kontakt mit Wasser automatisiert einen Notruf absetzt. Das Problem hierbei: Es gibt nur eines und es ist normalerweise unter Deck. Was nun, wenn jemand über Board geht? Genau in diese Nische tritt WatchPLB.

WatchPLB ist ein kleines, kompaktes und tragbares Gerät für jedermann. Es setzt auf Wunsch überall auf der Welt einen Notruf ab. Durch Nutzung des internationalen COSPAS/SARSAT Satellitennetzwerk ist die Rettung garantiert.

Notrufbake

Nachdem geklärt ist, wofür WatchPLB zu gebrauchen ist, stellt sich die Frage, was ist es überhaupt für ein Typ von Gerät?

Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Ein PLB. PLB steht für Personal Locator Beacon. Diese Geräte senden Notrufsignale auf zwei Frequenzen, nämlich 121.5 MHz und 406 MHz. Erstere Frequenz wird zur lokalen Ortung verwendet, ähnlich eines Lawinenpiepsers. Die zweite Frequenz dient dem Satellitennotruf. Aus Zeit- und Platzgründen beschränken wir uns bei WatchPLB auf die 406 MHz Satellitenfrequenz.

Zum Vergleich: Die Oberklasse Uhr „Emergency“  von Breitling sendet mithilfe des integrierten PLBs auf 121.5 MHz(Gilt nur für „Emergency I“). Neben den Kosten dieser Uhr hat sie noch eine weitere Schwäche: COSPAS/SARSAT empfiehlt aufgrund der Einschränkungen und der häufigen Fehlalarme den Satellitenfunk über 406 MHz.